Uploaded on Jan 26, 2007
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Unser Held
betritt die Szenerie
am linken, unteren Bildrand.
Sein erster Eindruck:
Es stehen keine Teller auf dem Tisch,
es riecht nicht nach Essen
und der Raum ist von atemloser Stille erfüllt.
Martin Luther sitzt schweigend am Kopf des Tisches,
umgeben von seinem engsten Kreis.
Er blickt düster vor sich hin,
setzt zu einem Donnerwetter an,
zögert dann
und verlässt das Haus nach nur zwei Bechern Wein
- die Runde atmet auf.
Unser Held beschließt die Küche aufzusuchen,
um mal nach dem Rechten zu sehen;
die Kamera filmt über seinen Rücken.
In der Küche bewegt sich nichts,
nur am Fenster sitzt die Magd und schaut nach draußen.
Als unser Held sich ihr nähert, blickt sie ihn kurz an,
nickt dann
und deutet mit dem Finger auf die Sterne.
Er setzt sich zu ihr und gemeinsam warten sie auf den Morgen
- zum Abspann erklingt ein sentimentaler
Madrigalgesang.
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