NOCH AKTUELLER.
Es gibt weitere Initiativen zur Abwahl von Martin Graf!
>>> Martin Graf muss gehen <<<
A K T U E L L :
Die Wahl ist vorbei. Martin Graf ist 3. Präsident des österreichischen Nationalrates. Wir konnten die Wahl leider nicht verhindern. Dies soll aber nicht bedeuten, dass wir jetzt wieder in den Alltag zurückkehren können. "Schmiss gegen Rechts" wird Beharrlichkeit beweisen. Fotos sind immer noch willkommen!
Präludium:
Ich habe lange überlegt, wie das früher so war und wie man damals besser hätte Widerstand leisten können und ich denke, es wäre schon etwas mehr möglich gewesen v.a. wenn man schon früher angefangen hätte. Zum Beispiel bei den Nürnberger Rassegesetzen, die eindeutig die Schlagrichtung des Nazi-Regimes aufgezeigt haben. Als Arier einen Judenstern zu tragen, hätte die Diffamierung einer ganzen Volksgruppe ad absurdum geführt. Hätte allein ein Drittel der deutschen Bürger sich solidarisiert (und es waren ja angeblich noch viel, viel mehr unserer Großeltern keine Nazis, also schätze ich hier sehr vorsichtig), wäre die ganze Dreckschleuderei, die Reichskristallnacht, uvm. nicht möglich gewesen. Man hätte das ganze Land zerstören müssen. Basierend auf diesem Gedankenspiel habe ich eine Idee für den Tag der potentiellen Angelobung von Martin Graf.
Es geht darum, dass am nächsten Dienstag der Nationalrat, das Parlament nach der Wahl angelobt wird. Die drei stärksten Parteien stellen den Präsidenten des Parlamentes: SPÖ, ÖVP und FPÖ. Der FPÖ ist nichts besseres eingefallen, als einen Burschenschaftler der übelsten Sorte dafür zu nominieren. Die Burschenschaft "Olympia" ist vom Verfassungsschutz 1996 als eindeutig rechtsextrem eingestuft worden, Martin Graf selber hat das Ende des NS-Regimes eine "Niederlage" genannt und sich dafür ausgesprochen, dass die Deutsche Wiedervereinigung auch auf Österreich und Polen ausgedehnt wird (also die Größe von 1939). Dieser Herr ist eindeutig gegen unsere Verfassung und ich finde, dass so jemand nicht Präsident des Parlamentes werden DARF. Leider wird es wohl nicht zu verhindern sein, aber man kann zeigen, dass man nicht dafür ist. Dafür ist die Aktion gedacht.
Das "öffentliche" Symbol einer schlagenden Verbindung ist die Narbe, was wäre, wenn ganz Österreich auf einmal auf der Linken Seite einen Schmiss hätte, bzw. ein Pflaster, das die Verletzung symbolisiert? Es würde die fragwürdige Elite hinterfragen, das Initiationsritual an sich, die Abschottung gegen den Pöbel von Nichtmitgliedern und es würde v.a. den unpolitischen Alltag für eine kurze Dauer brechen, um darauf aufmerksam zu machen, welche tatsächlichen Auswirkungen der sogenannte "Rechtsruck" in Österreich hat.
Ich schlage vor, am 27. Okt. 2008 den ganzen Tag auf der linken Seite ein Pflaster zu tragen, versehen mit einer kurzen Botschaft und den richtigen Antworten im Hirn, wenn ich auf die Verletzung gefragt werde. Es gibt keine Vorgabe der Botschaft und auch keine fixe Antwort, der fixe Rahmen - die sogenannte CI des Projektes - ist das Pflaster auf der linken Seite des Gesichtes. Es ist kein parteipolitisches Projekt, sondern ein Republikanisches: Ich richte mich an Grüne, Rote, Schwarze, Kommunisten und Christen, In- und Ausländer.
Das wäre für jeden leicht machbar, würde nur Zivilcourage (die wir die nächsten Jahr sowieso brauchen werden) erfordern und könnte in der Masse sogar ganz witzig werden.
W I C H T I G : Damit dieser Tag nicht so einfach wieder gelöscht werden kann, bitte unbedingt ein Selbstportrait machen (oder sich fotografieren lassen) und das Foto an sgr.doku@karlender.net senden. Ich werde das Bild hier posten und hoffe am Ende auf die Aktion "Dia-Schau gegen Rechts".
Dank!
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| Schmiss Gegen Rechts |

Karl H. Schönswetter
Sprecher der KdG
Amberger, Oct 28, 2008:
Lieber Freund:
Warum nur ein Pflaster? Dieses brähmt bekanntermaßen nicht nur den akademischen Schmiß in zugegeben aufrührerisch-rebellischer, wie auch poetischer und symbolischer Art. Es verdeckt aber leider auch Manifestationen postpubertärer Hormonstörungen... Hautunreinheiten... Pickel... Karbunkel. Ich trage Sorge, die zur Schau getragene Abneigung gegen den Schmiß könnte als Ablehnung von Akne-, Eiterpickel und Blatternnarben aufgefaßt werden. Junge, in der sozialistischen Dialektik unferme Genossen könnten sich zu Unrecht ausgegrenzt fühlen, ist doch der adoleszent gestörte Hormonhaushalt Präkondition in der Sozialisierung als "Gämpfr gägnd'n Imbärialismus", wie Genosse Ulbricht so treffend zu sagen pflegte.
Ganz zu schweigen vom CO2-Footbrint dieser Maßnahme. (Wußtest Du nicht, daß die in Heftpflastern verwedete Baumwolle von unterjochten, nicht gewerkschaftlich organisierten schwarzen Baumwollpflücken für das amerikanische Großlapital aufbereitet wird??)
Ich würde an Deiner Stelle den Gampf, Verzeihung: Kampf gegen die Selbstbestimmung, Versammlungs- und Denkfreiheit österreichischer Studenten wesentlich konsequenter verfolgen. Statt Pflaster, warum nicht eine mit rotem (!) Edding gezogene rote Linie auf dem Jochbeinbogen. Wo dieser fehlt, vielleicht eine rote Schlangenlinie -- welche das gedankliche Gift nicht-gleichgeschalteter Denkweisen symbolisiert.
Oder, für die beinharten Widerständler, vielleicht ein echter Ratzer: Ich habe da etwas, was harte Nerven erfordert... und Zivilcourage. Den revolutionären, antifaschistischen Drang, die "eigene Haut zu Markt zu tragen." Stell Dir vor, es gibt Ratzer und alle gehn hin! Mein kleiner Freund "Thälmann" hat für den antifaschistischen Kampf seine Talente zur Verfügung gestellt:http://www.neuste-info.de/Mini-Tools/Lachende-Katze/katze.gif
Also, Genossen: Kratzen gegen Rechts! Bitte, ...